Auslandsaufenthalte für Lehrende

Erasmus+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, die eine gültige Erasmus Charta für Hochschulen (ECHE) besitzen. Gastdozent/-innen sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Gasthochschule stärken, deren Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können.
Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen.

Dauer des Aufenthaltes und Lehrplan
  • Lehraufenthalte innerhalb Europas dauern zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten).
  • Das Unterrichtspensum liegt bei mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche.
  • Personen, die bisher noch keinen Erasmus-Lehraufenthalt durchgeführt haben, werden bevorzugt gefördert (Auswahlkriterium der THB). Ansonsten werden die Fördermittel nach Eingang der Bewerbung beim Akademischen Auslandsamt während des Akademischen Jahres vergeben.
Wer kann gefördert werden?
  • Professor/-innen und Dozent/-innen mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule
  • Dozent/-innen ohne Dotierung
  • Lehrbeauftragte mit Werkverträgen
  • Emeritierte Professor/-innen und pensionierte Lehrende
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen
  • Unternehmenspersonal
Förderung

Die finanzielle Förderung von Erasmus-Mobilitäten orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern.
Für Deutschland gelten für ab dem Herbst 2018 die u.g. Ländergruppen bis zum 14. Aufenthaltstag 100 %, vom 15. bis 60. Aufenthaltstag 70 % der folgenden Tagessätze:

180 EUR/TagDänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg,
Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
160 EUR/TagBelgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien,
Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern
140 EUR/TagBulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Nordmazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechische
Republik, Türkei, Ungarn
Fahrtkosten

Die Fahrtkosten werden in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt.
Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

0 – 99 km20 EUR
100 km – 499 km180 EUR
500 km – 1.999 km275 EUR
2.000 km – 2.999 km360 EUR
3.000 km – 3.999 km

530 EUR

4.000 km – 7.999 km820 EUR
8.000 km und mehr1500 EUR
Versicherungen

Bitte sorgen Sie für ausreichenden Versicherungsschutz. Neben der Europäischen Krankenversicherungskarte sollten folgende Versicherungen gegeben sein:

  • ggf. Reiseversicherung (einschließlich Rückführung aus dem Ausland),
  • Haftpflichtversicherung (ggf. Berufs- und Privathaftpflicht),
  • Versicherung für Unfälle und schwere Erkrankungen (einschließlich Voll- oder Teilarbeitsunfähigkeit),
  • Lebensversicherung (einschließlich Rückführung aus dem Ausland).
Administratives

Für eine Förderung müssen die folgenden Formulare ausgefüllt und im Akademischen Auslandsamt eingereicht werden:

Einen allgemeinen Ablaufplan finden Sie hier.

Bitte beachten Sie, dass eine mögliche positive Differenz von realen Kosten zu der ausgezahlten Fördersumme (Tagessätze und Fahrtkosten) bei Ihnen als geförderter Person verbleibt und ggf. persönlich versteuert werden muss.

Vorbei, aber bitte nicht vergessen!

Als geförderte Person unterliegen Sie einer Berichtspflicht:
Nach Ihrer Rückkehr müssen Sie zusammen mit den entsprechenden Nachweisen einen Bericht über Ihren Auslandsaufenthalt einreichen. Hierfür wird Ihnen nach Ihrer Rückkehr ein Online-Formular zugesandt.

 

 

 

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